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Vortag |
Veränderung |
Datum/Zeit |
| 5,64 € |
5,57 € |
+0,070 € |
+1,26 % |
17.04/17:35 |
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| ISIN |
WKN |
Jahreshoch |
Jahrestief |
| DE0005664809 |
566480 |
- € |
- € |
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Evotec OAI Marketperformer 14.11.2002
SES Research
Die Analysten von SES Research bewerten die Aktie von EVOTEC OAI (WKN 566480) mit Marketperformer.
Evotec OAI habe heute die Zahlen zum 3. Quartal bekannt gegeben. Der Umsatz habe mit 14,25 Mio. EUR den bereits am 23.10.2002 vorab gemeldeten 14,2 Mio. EUR entsprochen. Die von den Analysten erwarteten Ergebnisse hätten unwesentlich übertroffen werden können, dies lasse sich auf niedriger als erwartet ausgefallene Aufwendungen für Forschung und Entwicklung und Erträge aus dem Verkauf von Anteilen an der Evotec Technologies GmbH zurückführen. Die EPS seien daher mit –0,19 EUR etwas besser als die von den Analysten erwarteten –0,24 EUR ausgefallen.
Spannender als die regulären Abschreibungen seien jedoch die Abschreibungen auf den Goodwill aus der OAI-Übernahme. Wie von den Analysten seit langem erwartet, würden nun die vierten Quartals Abschreibungen in Höhe von 110–130 Mio. EUR anstehen. Der Impairment-Test sei jedoch noch nicht endgültig abgeschlossen. Durch die Wertberichtigung werde sich der Wertansatz in der Bilanz von derzeit 222,1 Mio. EUR auf rund 100 Mio. EUR reduzieren. Die Analysten würden diese anstehende Wertberichtigung positiv sehen, da die Bilanz ab 2003 somit an Aussagekraft gewinne und dieser Schritt lange überfällig gewesen sei. Im laufenden Geschäftsjahr werde das Unternehmen nach eigenen Angaben Umsatzerlöse von zumindest 69 Mio. EUR erzielen, die bereits heute durch Aufträge gesichert seien. Die Anstrengungen des Unternehmens die Kostenstrukturen deutlich (20%) zu senken, sollten sich ab dem vierten Quartal 2002 bereits bemerkbar machen.
Geplant sei in diesem Zusammenhang u.a. sich von 30 der 642 Mitarbeiter zu trennen, externe Dienstleister weniger zu nutzen, Investitionen zu reduzieren und insbesondere den Verwaltungsapparat zu straffen. Die Analysten würden davon ausgehen, dass ab dem zweiten Quartal 2003 ein Großteil des Einsparungspotenzials gehoben sein sollte. In 2003 solle weiterhin auf EBITDA-Basis der Break-Even erreicht werden. Der Ausblick, der bereist gesenkt worden sei, sei präzisiert worden.
Für 2003 gehe das Management nun von einem Umsatzwachstum von 10-15% aus. Für 2003 liege der Auftragsbestand bei 35 Mio. EUR, dies entspreche rund 45% des von den Analysten prognostizierten Umsatzes in 2003. Langfristig halte das Unternehmen daran fest mit 20-30% wachsen zu können. Die Analysten würden zur Zeit jedoch nicht sehen, wo die Impulse für ein Wachstum von deutlich über 20% in den nächsten 2 Jahren herkommen sollten. Die Investitionszurückhaltung der Pharmaindustrie sowie der in diesem Sektor herrschende Margendruck würden vorerst weiter anhalten. Vor diesem Hintergrund hätten die Analysten ihre Prognosen wie folgt überarbeitet. Die Prognosen würden nicht die Sonderabschreibung auf den Goodwill in 2002 enthalten.
Es würden sich diverse Ansätze ausmachen lassen, die für Evotec Potenzial bedeuten könnten. Zum einen seien es die vielen, teilweise sehr guten Kundenbeziehungen, die bei anziehenden Märkten entsprechende Umsätze bringen sollten. Zum anderen würden die Beteiligungsaktivitäten mehr Chancen als Risiken bergen, da hier von Evotec primär Technologie sowie Dienstleistungen zu günstigen Konditionen eingebracht würden. In den kommenden Monaten werde es entscheidend sein, wie schnell es dem Management gelingen werde, die angestrebten Kostensenkungen durchzuführen.
Das Rating für die Evotec-Aktie belassen die Analysten von SES Research weiterhin auf Marketperformer, auch wenn sich, sofern der Markt nicht noch weiter wegbricht und die Kosten tatsächlich wie angekündigt gesenkt werden, eine Bewertung von bis zu 5,5 EUR rechtfertigen lässt.
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